Über uns

Chronik
der Freiwilligen Feuerwehr Morsbach
Löschgruppe Wendershagen

Teil I: 1921 - 1970

Mit dem Ziel, Menschen, Tiere, Hab und Gut vor Feuersbrünsten zu schützen und getreu dem Wahlspruch:
        
 " Gott  zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr "


wurde unsere Feuerwehr am 14.August 1921 gegründet.
Anlaß der Gründung war der Brand von zwei Wohnhäusern und einer Scheune am 11. und 12. August 1921 in Korseifen, die bis auf die Grundmauern niederbrannten, bevor die alarmierte Wehr aus Morsbach mit Leiterwagen und Spritze an der Brandstelle eintraf.
Vom Bekanntwerden des Brandes bis zum Eintreffen der Morsbacher Wehr war fast eine Stunde vergangen, denn Korseifen war noch nicht an das Telefonnetz angeschlossen.
Die Meldung des Brandes erfolgte per Telefon von Wendershagen aus. Um das Telefon zu erreichen, war die Strecke von Korseifen nach Wendershagen zu Fuß zurückzulegen.

Dieser Großbrand überzeugte viele junge Männer davon, daß eine ausgebildete Feuerwehr im Schulbezirk Ellingen unbedingt notwendig war.
Aufgrund vieler Großbrände in Alzen, Stockshöhe, Lichtenberg und Berghausen, wo teilweise der größte Teil der Gebäude ein Raub der Flammen wurde, hatte man für das Gemeindegebiet einige Spritzen angeschafft und Spritzenhäuser gebaut.
So wurde auch in Oberellingen auf dem Schulhof 1875 ein Spritzenhaus gebaut und auch eine fahrbare Spritze untergestellt.
Auch Löschteiche (Brandweiher) wurden angelegt.
In Wendershagen entstand der erste Brandweiher an der Stelle, wo heute das Wohnhaus Hanbauer steht. Der Mitbegründer Josef Quast, der inzwischen seinen 98. Geburtstag feierte, kann sich noch gut an diesen Brandweiher erinnern.

Am Sonntag, dem 14. August 1921, fand zwecks Gründung einer freiwilligen Feuerwehr eine Bürgerversammlung in der Gaststätte Diederich in Wendershagen statt.


Die Notwendigkeit einer geordneten Brandbekämpfung mit ausgebildeten Männern wurde durch den Großbrand in Korseifen erkannt und von den Anwesenden hervorgehoben.


Folgende Männer traten in die Wehr ein:
Hermann Becher                Josef Müller
Heinrich Brucherseifer        Fritz Popp
Heinrich Diederich              Josef Quast
Peter Diederich                   Johann Roth
Willi Diederich                     Johann Stricker
August Klein                        Heinrich Vierbücher
Jakob Klein                         Hubert Walterscheid
Ludwig Klein                       Karl Zielenbach
Peter Klein                          Josef Zielenbach
August Kugelmeier             Hermann Zimmermann
August Müller
 

Zum Wehrführer wurde Josef Müller und als sein Stellvertreter Heinrich Brucherseifer gewählt. Am vierten Sonntag im September fand die erste Zusammenkunft der Wehrmänner statt.
Die Abteilungsführer Ludwig Klein und Hermann Zimmermann übernahmen die Gruppenausbildung  der Steigermannschaft und die Ausbildung an der Spritze.
In der ersten Generalversammlung am 6. September 1922 wurde beschlossen, für jedes Mitglied eine Uniformjacke für 18 Reichsmark bei der Firma K. Henkel in Bielefeld zu kaufen.
Die Abzahlung erfolgte in Raten von 1 Mark.
Die Waldbröler Zeitung berichtete in den Jahren 1924 bis 1926 von erfolgreichen Theateraufführungen im Saale " Zum Prinzen Heinrich " in Morsbach, Lichtenberg, Grunewald und Wendershagen. Aus dem Erlös wurden Geräte für 600 Reichsmark angeschafft.
In der Nacht vom 24. zum 25. Mai 1925 brannten die Scheune Puhl, die Scheune Görgen und der Dachstuhl des naheliegenden Wohnhauses August Müller (heute Sonnenstraße).

Die gut ausgebildete Wehr konnte das Übergreifen des Feuers auf weitere Gebäude verhindern. Ein noch vorhandener Artikel aus der Waldbröler Zeitung berichtet über den beispielhaften Einsatz der Wendershagener Wehr:

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Übungen wurden regelmäßig durchgeführt.

Bericht aus dem Protokollbuch:

28. Juni 1925:  
4.15 Uhr  wecken,
4.30 Uhr Antreten der Steigermannschaft und allgemeine Ausbildung, Marschübung mit der Musikkapelle
Die am 6. September 1925 für 4.45 Uhr  angesagte Übung mußte wegen schlechten Wetters ausfallen. Um 5.00 Uhr begann die Versammlung. Es wurde beschlossen, dem Westdeutschen
Feuerwehrverband beizutreten.
Die Theateraufführungen mit der Musikkapelle am ersten Weihnachtstag für die Kinder und die Aufführungen für die Erwachsenen am zweiten Weihnachtstag 1925 mit anschließender Verlosung und Versteigerung brachte einen Erlös von 266  Reichsmark.
Die Wehr und die Musikkapelle gestalteten am Dreikönigstag 1926 auf Einladung der Kirchengemeinde Lichtenberg die Festandacht durch Musikvorträge und den Abend in der Gaststätte Reuber mit Theateraufführungen, musikalischen Einlagen, mit einer Verlosung und einer Versteigerung. Ein Erlös von 100 Mark konnte dem Rektor für die Kirche übergeben werden. Die Waldbröler Zeitung berichtete:

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4. Februar 1926:   Die Wehr erhält Mützen zum Preis von 1,60 Reichsmark.
Theateraufführungen am 2. Ostertag 1926 in Wendershagen und am 18. Mai in Grunewald. Teilnahme der Wehr und der Musikkapelle am Stiftungsfest der freiwilligen Feuerwehr Odenspiel am 27. Juni 1926.
15. August 1926:   16 Wehrmänner und eine Frau (Henriette Klein) fuhren zu einer Ausstellung nach Düsseldorf. Abfahrt vom Bahnhof Hermesdorf um 4.45 Uhr. Um 7. 20  Uhr verunglückte der Zug im Bahnhof von Overath. Die letzten drei Wagen, in denen auch die Wendershagener Wehrleute saßen, kippten um. Acht Männer wurden verletzt. Die Fahrt war beendet. Die Verletzten wurden mit Auto und Wagen nach Hause gefahren. Der Rest ging zu Fuß.
Am 14. November 1926 Theateraufführung: „Das Grab auf der Heide“ und „Bruderblut“ im Saal „Zum Prinzen Heinrich“ in Morsbach.
13. Februar 1927: Theateraufführung „Das Grab auf der Heide“ und „Wippke läßt sich fotografieren“. Der Reinerlös wurde für den Wiederaufbau der Kirche in Ellingen gespendet.
Der Landrat Dr. Eichhorn und der Kreisbrandmeister des Kreises Waldbröl Viktor Barth besuchten am 4. November 1927 die Wehr.
Am 29. Juli 1928 nahmen die Wehr und die Musikkapelle am Festzug des Kreisfeuerwehrverbandes- und  Stiftungsfestes in Wildberg/Bergerhof teil.
30. und 31. Mai 1929: Teilnahme der Wehr und der Musikkapelle am Feuerwehrverbandsfest in Dattenfeld.                                                                                       
Die erste Motorspritze für die Feuerwehr Morsbach wurde unter Mitbeteiligung der Wehr und der Musikkapelle am 5. Januar 1930 am Bahnhof abgeholt.
In der Mitgliederversammlung am 28. September 1930 wurde für den zurückgetretenen stellvertretenden Brandmeister Heinrich Brucherseifer der Steigerführer Ludwig Klein und als dessen Nachfolger Hermann Zimmermann zum Steigerführer gewählt.
16. April 1933:  Brand des Wohnhauses von Hermann Quast in Wendershagen (heute Johann Quast, Sonnenstraße).


3. September 1934: Brand der Scheune von Johann Stricker in Wendershagen (heute Monika und Julius Cieslik, Lichtenberger Straße).
Die erste Motorspritze erhielt die Wehr am 16. Februar 1935 . Eine verbesserte Brandbekämpfung wurde möglich.
Am 26. Mai 1935 besichtigte der Kreiswehrführer die Wehr.
Die Übung fiel zur Zufriedenheit des hohen Gastes aus.
Silvester 1936 brannte die Scheune des Bäckermeisters Heinrich Schneider (heute Sonnenstrasse, Familie Knab) bis auf die Grundmauern ab.
Die alarmierte Feuerwehr mußte das Löschwasser aus dem „Rinnchen“ (Bach mitten im Ort) herbeischaffen.
Die Bewohnerinnen und Bewohner bildeten eine Kette und reichten das Wasser in Eimern bis zur Spritze. Nach Beendigung der Löscharbeiten wollten Beamte der Polizei vom Brandmeister Josef Müller näheres erfahren. Und auf die Frage, wie das Wasser vom Bach zur Spritze gekommen sei, antwortete seine Frau Toni völlig aufgebracht: „ Mit Eimern natürlich, oder meint Ihr in Sieben.“
Am 14. Februar 1937 fand die letzte Generalversammlung vor dem Krieg statt.
Am 30. Juni 1938 verstarb August Müller, Mitbegründer und Vorstandsmitglied (Kassierer) im Alter von 53 Jahren.
Im Jahre 1940 verstarb der Kamerad und Mitbegründer August Klein im Alter von 50 Jahren.
Am 24. Juli 1944 verstarb Hermann Zimmermann, Mitbegründer und Steigerführer, im Alter von 53 Jahren.
3. Februar 1946: Die erste Generalversammlung nach dem Krieg. Es wurde des verstorbenen Kameraden Hermann Zimmermann gedacht.
Der alte Vorstand wurde wiedergewählt: Josef Müller, Ludwig Klein, Johann Roth und Heinrich Vierbücher.
Das 25-jährige Bestehen der Feuerwehr wurde im August 1946 aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse nur mit einem gemütlichen Abend gefeiert.


25 Jahre Feuerwehr Wendershagen (1921 - 1946)

Mitgliederliste

Josef Müller                Löschzugführer
Ludwig Klein                Stellvertreter
Heinrich Vierbücher     Kassierer
Johann Roth                Schriftführer


Hermann Becher       Peter Klein
Edmund Diederich     August Kugelmeier
Rudolf Diederich        Josef Quast
Heinrich Hanbauer     Johann Stricker
Jakob Klein               Josef Zielenbach
Otto Klein                 Karl Zielenbach
 

21. Dezember 1946: Brand des Stallgebäudes der Ww. Johann Seifer. Sämtliche Futtervorräte verbrannten. Mit Unterstützung der Morsbacher Wehr wurde das dicht angrenzende Anwesen des Brandmeisters Josef Müller vor Feuer bewahrt. Das Stallgebäude wurde wieder aufgebaut. (Es stand hinter dem Feuerwehrhaus und das Wohnhaus befand sich in einem Teilbereich des Feuerwehrhauses.) Im Rahmen der Flurbereinigung wurde das gesamte Anwesen im Jahre 1970 abgebrochen. Hier wurde 1972 unser Feuerwehrgerätehaus errichtet.
Am 08. Oktober 1947 verstarb der Kamerad Edmund Diederich im Alter von 19 Jahren an den Folgen einer Blutvergiftung.
Im Jahre 1951 bestand die Wehr 30 Jahre.
Am 27. Januar fand eine Feierstunde mit Verlosung unter Beteiligung der Morsbacher und Lichtenberger Wehren in der Gastwirtschaft Anton Diederich statt.
Am 17. August 1952 verstarb Jakob Klein, Mitbegründer und Ehrenmitglied im Alter von 64 Jahren.
1952 : Brand des Wohnhauses und Stallgebäudes Langenbach in Wendershagen (heute Sonnenstr.). Die Brandbekämpfung erfolgte mit Unterstützung der Morsbacher Wehr.
Am 23. August 1953 verstarb der Kamerad und Mitbegründer Josef Zielenbach im Alter von 51 Jahren.
Im August 1955 verstarb am 11. der Kamerad Heinrich Hanbauer durch einen tragischen Unfall im Alter von 39 Jahren und am 13. der Kamerad und Mitbegründer Peter Klein im Alter von 66 Jahren.
17. Januar 1956: Brand der Scheune Ww. Bröcher in Korseifen.
23. März 1956: Brand der Scheune Langenbach in Wendershagen.
Im Jahre 1956 erhielt die Feuerwehr die erste Sirene, errichtet auf dem Wohnhausdach des Brandmeisters Josef Müller. Vorher erfolgte die Alarmierung mit einer kleinen Handsirene durch einen Dauerläufer durch die Ortschaften. Diese Handsirene wurde von Kennern auch „Mütter“ genannt (nach dem Jaulen einer Katze, Mundart: Mütter = Kater).
In der Vorstandssitzung am 15. Februar 1963 traten die Gründungsmitglieder nach über 40 Jahren aus dem aktiven Dienst zurück. In der Generalversammlung am 3. März 1963 wurde der neue Vorstand gewählt:
- Herbert Klein, Löschzugführer
- Vinzenz Vierbücher, Schriftführer
- Walter Diederich, Stellvertreter
- Heinrich Vierbücher, alter und neuer Kassierer

Mai 1963: Feierliche Verabschiedung der aktiven Wehrmänner in die Altersgruppe unter Mitwirkung der Feuerwehrkappelle in der Gaststätte Diederich in Wendershagen.

Das waren die Gründungsmitglieder:

- Ludwig Klein (stv. Brandmeister),
- August Kugelmeier (Feuerwehrmann),
- Josef Müller (Brandmeister),
- Josef Quast (Feuerwehrmann),
- Johann Roth (Schriftführer),
- Heinrich Vierbücher (Schriftführer),
- Karl Zielenbach (Maschinist).
 

Als Ehrengäste konnte man den stv. Kreisbrandmeister Klesing, Gemeindebrandmeister Julius Moll, Bürgermeister Wilhelm Albus und Gemeindedirektor Hans Stentenbach begrüßen.
23 . Februar 1964: Brand der Scheune von Josef Neuhoff in Wendershagen (Standort im Teilbereich des neuen Wohnhauses).
Aufgrund des Rücktritts des stellvertretenden Brandmeisters Walter Diederich wurde Johannes Roth in der Generalversammlung am 30.Januar 1965 als neuer Stellvertreter gewählt, der vor kurzem einen Oberfeuerwehrmann-Lehrgang mit Erfolg abgeschlossen hatte.
Am 21. Februar 1965 besichtigten der Kreisbrandmeister Hans Schröder und der Kreismusikzugführer Bernhard Fensterer die Wehr und den Musikzug.
Vom 2. bis 8. August 1965 nahm die Wehr an einem "Erste Hilfe Kursus" unter der Leitung von Werner Petri aus Stockshöhe im Saale Steiger in Ellingen teil.
Die Abschlußprüfung erfolgte danach durch Dr. Konzelmann aus Wiedenest. (Siehe Zeitungsausschnitt Seite 9)
November 1966: Brand der Wirtschaftsgebäude des Landwirtes Heinrich Greb in Oberwarnsbach.
Das Einsatzfahrzeug war der Kleinlaster, ein Tempo-Wiking, des Schreinereibetriebes Rudolf und Werner Roth.
Am 13. März 1966 besichtigten Kreisbrandmeister Schröder, Gemeindebrandmeister Julius Moll und Gemeindedirektor Stentenbach die Feuerwehrunterkunft. Die Fachleute waren der Meinung, daß das angemietete ehemalige Milchhäuschen und Backes von Heinrich Zielenbach nicht mehr den Anforderungen entsprach.

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Hinter dem Milchbock zu erkennen, das erste Feuerwehrhaus.

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Übungs -Sonntag

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Löschgruppenführer Herbert Klein bekommt fachgerecht einen Verband von seinem Stellvertreter J. Roth angelegt.

Der ehemalige Pferdestall von Rudolf Diederich wurde als gut befunden. Finanzielle Mittel wurden zugesagt und ein Raum wurde im Laufe des Jahres in Eigenleistung zur Garage ausgebaut.

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Am 25. März 1966 wurden im Rahmen einer Feierstunde, im Rathaussaal in Morsbach, die Kameraden der  Altersgruppe geehrt und erhielten im Auftrag des nordrhein-westfälischen Innenministers durch Gemeindedirektor Stentenbach für 40 Jahre aktiven Dienst das Feuerwehrehrenzeichen in Gold und für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten das Feuerwehrehrenzeichen in Silber die Kameraden Rudolf Diederich und Otto Klein, außerdem die Kameraden der Feuerwehrkapelle Peter Neuber, Rudolf Neuber und Rudolf Kleusberg. (Bild siehe nächste Seite)

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Am 22. Mai 1966 führte die Wehr zusammen mit der Ortsgruppe des "Roten Kreuzes" unter der Leitung von Werner Petri auf dem Schulgelände in Ellingen eine Katastrophenübung durch.
Am 1. November 1966  brannte das Stallgebäude des Landwirtes Karl Schneider in Halle. Mit Unterstützung der Morsbacher Wehr mußte wegen Wassermangels eine Schlauchleitung von über 500 Meter Länge verlegt werden. Vom 12. November 1966 - 18. März 1967 nahm der jüngste Kamerad  - Werner Roth - an einem Truppführer-Lehrgang in Gummersbach mit gutem Erfolg teil.
10. März 1967: Die erste Generalversammlung der Feuerwehr in der Gaststätte von Paul und Helene Becher in Ellingen. Über 45 Jahre lang fand die alljährliche Versammlung in der Gaststätte Diederich in Wendershagen statt. Nachdem die Inhaberin Helene Brochhagen, geb. Diederich, genannt -Engels Lena- im Jahre 1966 verstorben war und das Gebäude im Zuge der Flurbereinigung abgerissen wurde, war das Stammlokal der Feuerwehr nicht mehr vorhanden.
19. März 1967: Die Feuerwehr erhielt das erste Fahrzeug, ein Ford Transit, ausgerüstet mit einer Tragkraftspritze 8/8 , welches von dem Kameraden Herbert Klein und Werner Roth in Ulm an der Donau abgeholt wurde.
Am 8. April 1967 fand ein gemütlicher  Abend mit dem Männergesangverein "Harmonie" im Saale Becher in Ellingen statt.
9. April 1967: Feierliche Übergabe des neuen Feuerwehrfahrzeuges, getauft auf den Namen Sankt Florian, durch Gemeindedirektor Hans Stentenbach, Gemeinde-brandmeister Julius Moll und Bürgermeister Andreas Ley.
Die Feuerwehrkapelle unter der Leitung von Peter Neuber  spielte einige Melodien. Der gemütliche Teil fand im Saale der Gastwirtschaft von Heinrich Steiger in Ellingen statt.
17.April 1967: Brandeinsatz in Halle. Die Scheune von Paul Halberstadt brannte bis auf die Grundmauern nieder. Das Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus konnte verhindert werden.
13. August 1967: Besuch bei der Feuerwehr Morsbach, die das 85-jährige Bestehen feierte.
Übungseinsatz am 21. September 1967 um 19.00 Uhr  auf dem Schulgelände in Ellingen. Kreisbrandmeister Schröder war von dem schnellen Eintreffen und dem Ablauf der Übung angenehm überrascht. Am 23. September 1967 verstarb Heinrich Vierbücher, Mitbegründer und Vorstandsmitglied (Kassierer) im alter von 72 Jahren. Am 27. September erwiesen wir ihm auf dem Friedhof in Ellingen die letzte Ehre.
8. Oktober 1967: Gemeinsame Übung mit dem Deutschen Roten Kreuz - Ortsgruppe Morsbach und Holpe - und dem Katastrophenzug Oberberg-Süd. Der angenommene Unglücksort war die ehemalige Grube Sonne, und als Krankenhaus wurde die Schule in Ellingen in die Übung einbezogen.
2. - 15. Oktober 1967: Werner Roth besuchte den Brandmeisterlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Münster.
10. Dezember 1967: Werner Roth wurde von Kreisbrandmeister Schröder zum Brandmeister befördert. Werner Roth war nicht nur der Lehrgangsbeste mit der Prüfungsnote  <<sehr gut>>, sondern auch der jüngste Brandmeister in Nordrhein-Westfalen. Zur Gratulation  waren auch Gemeindebrandmeister Moll und Ehrenbrandmeister Mack im Saale Becher in Ellingen erschienen. Auch die Feuerwehrkappelle machte ihre Aufwartung mit einigen Musikvorträgen.
 10. Februar 1968: Jahresdienstbesprechung in der Gaststätte Becher in Ellingen. Gemeindebrandmeister Moll befördert folgende Feuerwehrmänner zu Oberfeuerwehrmännern:

Hans Hanbauer                   Erhard Messinger
Kunibert Hombach             Johannes Solbach
Josef Klein                         Armin Zielenbach

21. April 1968 (Weißer Sonntag): Waldbrand im Römertal in Richtung Wendershagen. Grundstück von Heinrich Klein. Herr Klein spendete 50 DM für den erfolgreichen Einsatz.
03. Mai 1968: Brand des Stallgebäudes von Paul Halberstadt in Halle.
15. September 1968: Brand des Wohnhauses von Paul Halberstadt in Halle.
Gemeinsamer Ausflug der Feuerwehr und des Männergesangvereins am 19. Oktober 1968 zum Biggesee mit einer  Schifffahrt nach Sondern.
7. Oktober 1969: Die Schutthalde "Auf der Sonne" bei Volperhausen brannte.
21. Februar 1969: Schwelbrand im Wohnhaus  von Gertrud Skaskewitz in Halle.
9. Februar 1970: Kaminbrand im elterlichen Wohnhaus des Brandmeisters Werner Roth.
22. und 23. Februar 1970: Überschwemmung in Korseifen und Wendershagen.
Anfang März 1970: Anhörungstermin im Saale Becher in Ellingen. Gemeindebrandmeister Julius Moll trat zurück. Sein Sohn Walter wurde als Nachfolger gewählt.
14. März 1970: Kameradschaftsabend mit Frauen in der Gaststätte Josef Klein in Wendershagen.
8. Mai 1970: Waldbrandbekämpfung bei Korseifen mit Unterstützung der Wehren aus Morsbach, Lichtenberg und Friesenhagen.
15. Mai 1970: Brandeinsatz auf dem Betriebsgelände von Willi Kleusberg in Morsbach/Ellinger Weg.
Der Leistungsnachweis der Morsbacher Wehren am 23. August 1970 an der Kreuzung Korseifen/Halle mit dem Angriffsziel Aussiedlerhof Rudolf Diederich fiel zur Zufriedenheit des Kreisbrandmeisters Schröder aus. Anschließend wurden die Kameraden Klaus Hanbauer und Antonius Klein zu Oberfeuerwehrmännern ernannt.
Am 3. September 1970 gratulierte die Wehr dem langjährigen Dirigenten der Feuerwehrkapelle Peter Neuber zum 65. Geburtstag.
Der Ausflug mit Frauen am 17. Oktober 1970 führte nach Königswinter. Nach der Schiffahrt auf dem Rhein folgte die Busfahrt zu einer Weinprobe an die Ahr.
17. Juni 1970: Brand der Scheune von Paul Roth in Korseifen.

Chronik
der  Freiwilligen Feuerwehr Morsbach
Löschgruppe Wendershagen


Teil 2: 1971 - 1996

 

In Verbindung mit dem Ellinger Heimatfest feierte die Wehr am 24. und 25. Juli 1971 unter der Schirmherrschaft von Gemeindedirektor Stentenbach das 50-jährige Bestehen. Der Sonntag begann mit dem Festgottesdienst in der Kirche und dem Totengedenken mit Kranzniederlegung an der Kapelle. Am Sonntagnachmittag wurde unter Beteiligung der Wehren aus Morsbach, Lichtenberg und Waldbröl eine Schauübung durchgeführt. Die Waldbröler Gruppe war mit der Drehleiter und
der Wasserkanone beteiligt. Mit 16 C-Rohren, 5  B-Rohren und mit der Wasserkanone wurden pro Minute 5200 Liter Wasser gefördert.
Der stellvertretende Kreisbrandmeister Klesing nannte die Übung eine gutgelungene Demonstration des modernen Feuerlöschwesens.
Anschließend wurden im Festzelt die Mitbegründer der Wehr Josef Müller, Ludwig Klein, August Kugelmeier, Josef Quast, Karl Zielenbach, Johann Stricker, Hermann Becher, Heinrich Diederich, Fritz Popp und Hubert Walterscheid durch den Schirmherrn Gemeindedirektor Stentenbach geehrt. Zu den Gratulanten zählten auch Bürgermeister Andreas Ley, der stellvertretende Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Rosenthal, Gemeindeehrenbrandmeister Julius Moll und der stellvertretende Kreisbrandmeister Klesing.

50 Jahre Feuerwehr Wendershagen (1921 - 1971)

Mitglieder

Herbert Klein- Löschzugführer
Werner Roth- Stellvertreter

Rudolf Diederich                  Hilmar Quast
Günter Eiteneuer                 Friedhelm Röttger
Hans Hanbauer                    Johannes Roth
Klaus Hanbauer                    Reinhard Schlechtriemen
Kurt Hanbauer                     Rudi Schumacher
Kunibert Hombach               Johannes Solbach
Antonius Klein                     Kurt Stentenbach
Josef Klein II                      Vinzenz Vierbücher
Otto Klein                          Armin Zielenbach
 Walter Kurtseifer              Eugen Zielenbach
 Erhard Messinger              Josef Zielenbach
 Berthold Quast

März 1972: Waldbrandbekämpfung in der Nähe von Oberwarnsbach und bei Oberellingen.
29. Mai 1972: Schwelbrand im Wohnhaus von Eugen Zielenbach.
Einen Großbrand hatte die Löschgruppe Wendershagen 1973 zu bekämpfen, als am 01.08. Stall und Scheune des Landwirtes Paul Neuhoff in Lützelseifen ein Raub der Flammen wurden.
Beim Eintreffen der Wehr brannten die Gebäude bereits lichterloh und erste Aufgabe der Löschgruppe war es, das Vieh aus den Stallungen zu retten und das Wohnhaus vor dem Feuer zu schützen. (Bild nächste Seite)

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Danach mußte eine Wasserversorgung aufgebaut werden, um die Flammen einzudämmen. Außerdem wurde das von Löschwasser extrem schwer gewordene Heu von der Stalldecke entfernt, um einen Einsturz zu verhindern. Nach fast 24 Stunden war der Einsatz beendet.
Am 14.6.1973 verstarb der Kamerad der Altersgruppe Heinrich Diederich und am 06.08.1973 August Kugelmeier. Am 01.07.1973 schied Brandmeister Werner Roth auf Grund seines Wohnungswechsels nach Waldbröl aus der Löschgruppe Wendershagen aus.
Sein 50-jähriges Bestehen feierte der Musikzug am 28.7.1973.
Am 13.10.  wurde im Beisein von zahlreichen Ehrengästen, darunter Gemeindedirektor Stentenbach, Kreisbrandmeister Koch, Bürgermeister Ley und Bauamtsleiter Hammer das neue Feuerwehrgerätehaus eingeweiht.
Löschgruppenführer Herbert Klein erhielt an diesem Tag das Feuerwehrehrenzeichen in Silber aus den Händen des Gemeindedirektors.
Vom 06. - 22.12.1973 absolvierten die Kameraden Wilfried Diederich und Rudi Schumacher mit Erfolg einen Brandmeisterlehrgang in Münster.
1974 war das Jahr der vielen Ehrungen und Beförderungen. Im Beisein von Bezirksbrandmeister Hans Schröder überreichte Gemeindedirektor Stentenbach am 01.12. für 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr das Ehrenzeichen in Gold an Otto Klein, Rudolf Diederich, Robert Klein, Rudolf Neuber, Rudolf Kleusberg, August Neuhoff und Johannes Gokus.
Das Ehrenzeichen in Silber erhielten die Kameraden Hubert Becher, Josef Rosenthal und Karl-Josef Hermann.
Zu Brandmeistern beförderte Gemeindebrandmeister Knut Schneider die Truppführer Wilfried Diederich und Rudi Schumacher.
Zum stellvertretenden Löschgruppenführer wurde Brandmeister Wilfried Diederich am 11.01.1975 gewählt.
Bei einem der größten Brände in der Ortslage Wendershagen in den letzten 50 Jahren wurde am 3. Mai 1975 die Scheune des Landwirtes Albert Schlechtriemen ein Raub der Flammen. Die Hauptaufgabe der Löschgruppe Wendershagen bestand darin, die umliegenden Wohnhäuser vor einem Übergreifen des Feuers zu schützen.
Innerhalb von drei Tagen gingen im Mai 1975 zwei verdiente Kameraden von uns. Josef Müller, Mitbegründer und langjähriger Löschgruppenführer, verstarb am 15. und unser Schriftführer Vinzenz Vierbücher am 17.05.1975.
Am 23.11. wurden Feuerwehrmann Heinz Müller zum Schriftführer und Johannes Solbach zu seinem Stellvertreter gewählt. 
1976 kam es zu den meisten Einsätzen in der 75-jährigen Geschichte der Löschgruppe Wendershagen.
19 mal rückte die Wehr aus und mußte vornehmlich auf Grund des trockenen Frühlings und Sommers Wald- und Flächenbrände bekämpfen.
Am 07. März 1976 trat Herbert Klein vom Amt des Löschgruppenführers zurück, blieb jedoch Stellvertreter seines Nachfolgers Wilfried Diederich.
Zum ersten Mal veranstaltete die Löschgruppe Wendershagen im August 1977 ein Feuerwehrfest, das, so gibt es der Jahresbericht wieder, der Kameradschaftspflege der drei ansässigen Vereine dienen sollte.
Beim Fußballturnier am Samstagnachmittag wurde zwischen dem Männergesangverein, dem Musikzug und der Feuerwehr ein Wanderpokal ausgespielt, den die Sangesfreunde gewannen.
Am 21.01.1978 trat Otto Klein vom aktiven Dienst in die Altersgruppe über.
Um den vielen Jugendlichen des Ellinger Grundes, die Interesse an der Löschgruppe und deren Arbeit bekundeten, die Möglichkeit zu geben auch aktiv mitzuarbeiten, wurde am 11.02.1978 eine Jugendfeuerwehr gegründet.
17 Jungfeuerwehrmänner traten ein und Unterbrandmeister Peter Lehmacher übernahm ihre Ausbildung.
In den letzten 18 Jahren sind zahlreiche junge Männer aus unserer Nachwuchsorganisation in die aktive Wehr übernommen worden.
Bei Leistungsnachweisen und Übungen haben die Jugendlichen immer wieder bewiesen, daß sie begeistert bei der Sache sind und eine fundierte Ausbildung erhalten.
Am 19. März verstarb unser Kamerad Johann Stricker.
Rudi Schumacher wurde am 12.02.1978 Nachfolger des stellvertretenden Löschgruppenführers Herbert Klein, der dieses Amt aus Altersgründen abgab.
Aus dem aktiven Dienst in die Altersgruppe trat am 20.01.1979 Kamerad Rudolf Diederich über.
Hermann Becher, Mitbegründer der Löschgruppe Wendershagen verstarb am 20.04.1980.
Ein Einsatz, der uns vor allem Gottes Segen und - wenn auch erst sechs Monate später - viel Spaß brachte, führte uns am 07.02.1981 nach Ellingen. Einsatzort war die katholische Kirche und alarmiert hatte uns Herr Ehrendechant Helmke.
Aufgrund der großen Schneemassen auf dem Dach und der steigenden Temperaturen drang Schmelzwasser in das Gotteshaus ein. Nachdem der Schnee beseitigt war, konnten wir wieder abrücken.   Wo bleibt der Spaß?
Zum 60-jährigen Bestehen, daß am 29. und 30. August im Feuerwehrgerätehaus gefeiert wurde, war auch der Ehrendechant eingeladen. In seinen Grußworten an die Wehrmänner kam er unter anderem auch auf den Einsatz am Gotteshaus zu sprechen. Aber in seiner Begeisterung für die Helfer in den blauen Röcken passierte ihm ein kleiner Versprecher. Die gute Reaktionszeit der Wendershagener lobend wollte er sagen, daß die Feuerwehr bereits nach fünf Minuten am Einsatzort war. Allerdings vertauschte er Minuten mit Stunden, und als er sagte: " Bereits fünf Stunden nach meinem Anruf kam die Feuerwehr", schmunzelten nicht nur die Kameraden sondern auch die meisten anderen Anwesenden. Nur die Gäste, die das nicht verstanden , mochten zu der Erkenntnis gekommen sein: Die Feuerwehr Wendershagen ist nicht die schnellste, aber die lustigste.
Der Samstagabend des Feuerwehrfestes aus Anlaß des 60-jährigen Bestehens stand ganz im Zeichen der Ehrungen und Auszeichnungen. Ein verdienter Kamerad, der ehemalige Leiter der Löschgruppe Wendershagen, Herbert Klein, wurde zum Ehrenlöschgruppenführer ernannt. Den Kameraden Johannes Roth, Johannes Solbach und Kunibert Hombach wurde das Ehrenzeichen in Silber verliehen. Außerdem wurde Wilfried Diederich zum Oberbrandmeister ernannt.
Trauer löste bei allen Kameraden die Nachricht vom Tode des Mitbegründers der Feuerwehr, Ludwig Klein, aus, der am 07.08.1981 verstarb und den wir am 14.08. zu Grabe trugen. Einen der größten Einsätze hatte die Löschgruppe Wendershagen am 18.09.1981.
Gegen 5.00 Uhr wurden die Wehrmänner durch Sirenengeheul aus dem Schlaf gerissen. Die Fabrikationshalle der Firma Schmidt und Brast in Eugenienthal brannte in voller Ausdehnung. Die drei Löschzüge der Gemeinde Morsbach konnten von dieser Halle nichts mehr retten und beschränkten sich in gemeinsamer Arbeit vornehmlich darauf, andere Hallen und das Bürogebäude vor den Flammen zu schützen. Neun Stunden dauerte der Einsatz, bevor wir um 14.00 Uhr wieder abrücken konnten.
Im Februar 1982 erhielt die Löschgruppe Wendershagen ein neues Feuerwehrfahrzeug. Mit dem neuen Auto galt es in diesem Jahr mehrere Einsätze zu bewältigen.

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Am 29.04. brannte eine Remise in der Ortsmitte von Wendershagen, am 13.08. eine Scheune und wiederum eine Scheune am 21.08. in Oberellingen.
Am 02.09.1983 starb unser Kamerad und Mitbegründer Karl Zielenbach, den wir am 10.09. zu Grabe trugen.
Hochwasser war schon oft ein großer Feind der Feuerwehr. So auch 1984. Die erste Alarmierung kam um 3.50 Uhr am 07. Februar. Einsätze bei der Firma Klinge, Gaststätte Becher in Ellingen, Kurhaus Morsbach, Firma Schmallenbach  Morsbach und Firma Kleusberg in Wisserhof.
Dies ist nur eine kleine Auswahl der Einsatzorte die von der Löschgruppe Wendershagen an diesem Tag angefahren wurden. Nach 16 Stunden Einsatz, nassen Füßen, leeren Bäuchen und kalten Händen konnte Bilanz gezogen werden: " Außer Wasser nichts gewesen".
Moment mal: Erwähnen sollte man doch die Spende von "Mücki": 100 Liter Bier stiftete er, denn immer nur Wasser macht auch keinen Spaß.
Adlige oder gar Könige und Kaiser gab es noch nie in den Reihen unserer Feuerwehr. Doch einmal, im Jahr 1984, hatten wir einen richtigen Prinzen unter uns. Werner hieß er, der III. war er und regieren konnte er allerdings nur bis Aschermittwoch. Dann war er wieder Feuerwehrmann.
Zum Feuerwehrfest hatten sich die Wehrmänner etwas besonderes ausgedacht.
Wie ein Backes früher einmal aussah und wie er gebaut wird, wußten noch einige unserer Kameraden. Und so entstand hinter dem Gerätehaus ein Backofen wie er früher einmal war.
Frisches, knuspriges Schwarzbrot war somit auch der Renner auf unserem Fest.
Für Sonntagnachmittag hatten wir Gäste aus dem Behindertenheim Morsbach. Löschgruppenführer Wilfried Diederich überreichte einen Scheck an Pastor Lindner.
Vom 19.02. - 07.03.1985 absolvierte unser „Chef“ in Münster den Hauptbrandmeisterlehrgang.
Am 24.08.1985 wurde Josef Klein im Rahmen des Feuerwehrfestes das Feuerwehrehrenzeichen in Silber überreicht.
Unser Kamerad Otto Klein verstarb am 20.12. und am 23.12. geleiteten wir ihn zur letzten Ruhestätte.
Während der Jahresdienstbesprechung im pädagogischen Zentrum in Morsbach, am 03. März 86, wurde Wilfried Diederich zum Hauptbrandmeister befördert.
Am selben Tag wurden die Kameraden Hilmar Quast und Armin Zielenbach mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Dieselbe Ehrung wurde Hans Hanbauer ein Jahr später, am 22.02.1987, zuteil.
Als Schutzpatron der Feuerwehr gilt der  "Heilige Florian", der im Jahre 304 n. Chr. in Rom ertränkt wurde, weil er gefangenen Christen helfen wollte. Ein Bild des Florians, das Löschgruppenführer Wilfried Diederich hatte malen lassen, stiftete er seinen Kameraden und überreichte es am Samstagabend des Feuerwehrfestes 1987 seinem Stellvertreter Rudi Schumacher.
Das Bild hat seinen Platz im Feuerwehrgerätehaus gefunden und Sankt Florian wacht seit diesem Tag über seine Jünger.
Am 23.01.1988 gab Rudi Schumacher im Rahmen der Jahresdienstbesprechung seinen Rücktritt vom Amt des stellvertretenden Löschgruppenführers bekannt.
Zu seinem Nachfolger wurde Uwe Schmallenbach einstimmig gewählt.
Am 07.03.1988 feierte unser Kamerad und Mitbegründer der Feuerwehr Josef Quast seinen 90.Geburtstag.
Nachdem Thomas Juraske 1988 an einem Brandmeisterlehrgang teilgenommen hatte, erhielt er am 15.04.1989 die Ernennungsurkunde.
Gemeinsam mit den Kameraden aus Morsbach bekämpften wir am 21.09. einen Großbrand in Ellingen. Ein Wohnhausanbau, in dem Stallungen und eine Werkstatt untergebracht waren, wurde völlig zerstört.

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Am 04.10.1989 trugen wir unseren Kameraden und Mitglied der Altersgruppe Rudolf Diederich zu Grabe, der am 27.09. verstorben war.
1990 erhielten zwei Mitglieder unserer Löschgruppe das Feuerwehrehrenabzeichen in Silber.
Am 16.03. war es Eugen Zielenbach und am 04.08 Antonius Klein. An diesem Tage wurde außerdem unser Löschgruppenführer Wilfried Diederich nach dem Rücktritt von Karl-Heinz Rosenthal zum stellvertetenden kommissarischen Gemeindebrandmeister ernannt.
Am 19.01.1991 trat Uwe Schmallenbach vom Amt des stellvertretenden Löschgruppenführers zurück. Zum Nachfolger wurde einstimmig Kamerad Thomas Juraske gewählt.
Am 15.02.1991 geleiteten wir unseren Kameraden Kunibert Hombach, der am 11.02. verstorben war, zur letzten Ruhestätte. Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber erhielt 1992 Bruno Bins während der gemeinsamen Jahresdienstbesprechung in Morsbach.
Eine ganz besondere Ehrung wurde an diesem Tag unserem Kameraden Josef Klein, besser bekannt als "langer Jupp", zuteil. Er erhielt das Feuerwehrehrenzeichen in Gold.
Diesem Urgestein der Feuerwehr, das 1993 in die Altersgruppe übertrat, sei an dieser Stelle ein besonderes Wort gewidmet. Dem, der diese Zeilen schreibt, ist es vielleicht ein- oder zweimal gelungen, jenes Gerät in Bewegung zu setzen, mit dem man Wasser fördert (öfters hat er es auch nicht probiert).
Doch ich erinnere mich an Übungen, bei denen es galt, das - mittlerweile gegen ein gangbares Stück ausgetauschte - Teil in Bewegung zu setzen. Gestandene Feuerwehrmänner aller Dienst- und Altersgrade versuchten ihr Glück an der Maschine und wenn außer Fluchen  und unanständigen Worten nur noch Hecheln über ihre Lippen kam, ertönte eine Stimme aus dem Hintergrund: " Loß m e c h mol ", und wie Gary Cooper in 12.00 Uhr Mittags seine Hand an den Colt legte, nahm Jupp die Kurbel, drehte zwei- bis dreimal und das Ungetüm lief.
Seine "Pompe" - von Besserwissern auch Tragkraftspritze genannt - machte mit ihren extrem hohen Laufgeräuschen und den nicht gerade umweltfreundlichen Abgasen deutlich, daß sie ihren Meister gefunden hatte.
Irgendwann, lieber Jupp, wirst Du mir verraten, wie dir das immer gelungen ist, und in unserer Chronik zum 100-jährigen werde ich Dein Geheimnis preisgeben.
1993 gab es im Vorstand der Feuerwehr eine Veränderung. Hilmar Quast gab sein Amt als Kassierer zurück und Günther Schumacher erklärte sich bereit, nachdem Armin Zielenbach zum 1. Kassierer gewählt wurde, dessen Stellvertreter zu werden.
Das Ehrenzeichen in Gold für 35 Jahre Feuerwehrzugehörigkeit erhielten im Rahmen des Feuerwehrfestes am 21.08.1993 die Kameraden Johannes Roth und Johannes Solbach.
Bestürzung und Trauer löste bei allen Feuerwehrmännern die Nachricht vom Tode unseres Kameraden Bruno Rosenthal aus. Mit nur 29 Jahren verstarb er am 14.05.1994  an den Folgen eines tragischen Unfalls.
Am 19.05. geleiteten wir ihn zur letzten Ruhestätte auf dem Friedhof in Ellingen.
Viele Zugänge galt es im Jahre 1995 zu verzeichnen. Zwei möchte ich besonders erwähnen, denn zum ersten Mal in der 75-jährigen Geschichte der Löschgruppe Wendershagen  traten zwei Frauen in die Wehr ein.                                                                                      
Herzlich willkommen Anne Heuser und Annemie Schumacher.                                                 

Am 13.05.1996 wurden wir zu einem Einsatz zu unserem Kameraden Hans Hanbauer in Halle gerufen.
Seine Scheune brannte in voller Ausdehnung. Allein das schnelle Eingreifen unserer Löschgruppe verhinderte ein Übergreifen auf das wenige Meter entfernt stehende Wohnhaus.

Ein Punkt gehört unbedingt noch in unsere Chronik.
Der Anbau hinter dem Feuerwehrgerätehaus, mit dem in den 80iger Jahren begonnen wurde und der zuerst nicht vielmehr als ein Unterstand war.
Doch im Laufe der Jahre wurde dieser Behelf zu einem Raum, in dem nicht nur die Feuerwehr ihre Feste feiert, sondern sich auch andere Bewohner unseres Dorfes zu Familienfesten treffen.
Den Anbau in einem Bauabschnitt fertigzustellen war nicht möglich. Denn finanzielle Mittel hierfür wurden uns nicht zur Verfügung gestellt und somit blieb uns nichts anderes übrig, als das Geld aus den Einnahmen bei unseren Festen zu erwirtschaften.

Wir wünschen unseren Mitbürgern, daß sie unsere Hilfe nie bedürfen, versprechen ihnen aber, daß wir im Ernstfall für sie da sind!

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Foto - Die Löschgruppe Wendershagen mit Altersgruppe, Aktiven und Mitgliedern der Jugendfeuerwehr im Jubiläumsjahr1996.